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Beginnt mit Beinhaltet Genaue Bezeichnung
Bezeichnung Definition
Außenwandfühler
Er wird an den Wärmepumpenregler angeschlossen und dient zum witterungsgeführten Heizbetrieb.
Betriebsspannung
Für den Betrieb eines Gerätes notwendige Spannung, die in Volt angegeben wird.
Betriebsweise
Die Betriebsweise hat entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpenanlage.
Übliche Betriebsweisen:
  • monovalent: nur Wärmepumpenbetrieb
  • monoenergetisch: elektrische Wärmepumpe und zur Ergänzung an sehr kalten Tagen eine elektrische Widerstandsheizung (Heizstab)
  • bivalent: Neben der Wärmepumpe gibt es einen zweiten Wärmeerzeuger
    • bivalent-alternativ: es heizt entweder die Wärmepumpe oder der zweite Wärmeerzeuger; inzwischen kaum noch gebräuchliche Betriebsweise
    • bivalent-parallel: die Wärmepumpe wird bei tieferen Außentemperaturen von einem zweiten Wärmeerzeuger, z. B. Heizstab, unterstützt
    • bivalent-teilparallel: ab einer bestimmten Außentempertur sind lastabhängig Wärmepumpe und zweiter Wärmeerzeuger gemeinsam in Betrieb.
      ...Fällt die Außentemperatur weiter ab, heizt nur noch der zweite Wärmeerzeuger
Bivalenztemperatur
Außentemperatur ab der bei monoenergetischer und bivalenter Betriebsweise der zweite Wärmeerzeuger – Heizstab oder alter Kessel – zur Unterstützung der Wärmepumpe zugeschaltet wird.
Bodenqualität
Die Bodenqualität ist für die Nutzung von Erdreich als Wärmequelle von Bedeutung. Je höher der Wassergehalt des Bodens (je feuchter), um so besser ist der Wärmeübergang.
Brauchwarmwasserbereitung

Brauchwarmwasserbereitung mit Heizungswärmepumpe: Wird das Haus mit einer Wärmepumpe beheizt, kann diese über eine Warmwasser-Vorrangschaltung in der Regelung auch problemlos die Brauchwarmwasserbereitung übernehmen. Die Brauchwarmwasserbereitung hat Vorrang vor der Heizung, d. h. wird Brauchwarmwasser bereitet, heizt dieWärmepumpe nicht. Dies hat allerdings auf die Raumtemperatur keinen wesentlichen Einfluss.

Brauchwarmwasserbereitung mit Brauchwarmwasser-Wärmepumpe: Es gibt spezielle Brauchwarmwasser-Wärmepumpen, die der Raumluft Wärme entziehen und damit das Brauchwasser erwärmen. Zusätzlich kann die Abwärme anderer Geräte, z. B. Gefriertruhe genutzt werden. Ein Vorteil der Brauchwarmwasser-Wärmepumpe ist, dass die Raumluft entfeuchtet und gekühlt wird, dadurch wird der Keller trockener und kühler. Der Energieverbrauch dieser Geräte ist sehr gering.

Brunnenbau
Das Grundwasser wird über Förderbrunnen entnommen und über Schluckbrunnen wieder zurückgeführt. Die Entfernung zwischen Entnahme und Wiedereinleitung sollte ca. 10 bis 15 Meter betragen. Planung und Bau der Brunnenanlage müssen von einem qualifizierten Brunnenbauer vorgenommen werden.
Carnot-Kreisprozess
Es handelt sich hierbei um einen thermodynamisch theoretischen Wert, der in der Realität nicht erreicht werden kann. Für diesen idealen (in der Theorie) Wert ergibt sich der theoretische Wirkungsgrad bzw. bei der Wärmepumpe die theoretisch größte Leistungszahl. Diese Leistungszahl nach Carnot setzt nur die reine Temperaturdifferenz zwischen der warmen und der kalten Seite an.
CE-Zeichen
Bescheinigt die Einhaltung bestimmter europäischer Richtlinien (Konformitätszeichen), lässt aber keine Schlussfolgerung bezüglich Sicherheit, Qualität, oder Umweltverträglichkeit des Produktes zu.
COP (coefficient of performance)
Siehe Leistungszahl
D-A-CH-Gütesiegel
Das Internationale Wärmepumpen-Gütesiegel wird ausschließlich an Hersteller vergeben, die Mitglied im Bundesverband WärmePumpe (BWP) e. V. bzw. der Wärmepumpenverbände in Österreich und der Schweiz sind. Damit die Geräte das Gütesiegel erhalten, müssen sie sehr hohe Qualitätsstandards erfüllen. Geprüft wird von neutralen Prüfzentren. Es werden nur Wärmepumpen geprüft, die in Serie hergestellt werden. Das Gütesiegel muss vom Hersteller nach Ablauf von 3 Jahren erneut beantragt werden.
Defrosterheizung
Die Defrosterheizung in Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungverhindert selbst bei extremer Witterung eine Vereisung des Wärmetauschers. Die Defrosterheizung kann auch zur Vorwärmung der Außenluft eingesetzt werden.
Dimensionierung
Eine genaue Dimensionierung ist bei Wärmepumpenanlagen besonders wichtig. Zu groß gewählte Geräte sind oft mit unverhältnismäßig hohen Anlagenkosten verbunden. Nur eine korrekte Dimensionierung und eine auf den Bedarf abgestimmte Betriebsweise ermöglichen einen energiegerechten Betrieb der Wärmepumpenanlage und machen eine rationelle Energienutzung möglich.
Druckverlust (wasserseitig)
Summe aller Widerstände in der Wasserleitung wie z. B. Rohrbogen, Verdampfer im Verbraucher usw.
Elektrischer Anschluss

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpenanlage wird in Deutschland nach dem Wärmepumpentarif für die Versorgung von Energie aus dem Niederspannungsnetz abgerechnet. Grundlage ist die Bundestarifordnung (BTOElt). Der elektrische Anschluss muss beim zuständigen EVU angemeldet werden. Anschlussarbeiten dürfen nur von einem zugelassenen Fachmann durchgeführt werden. Neben den Vorschriften des zuständigen EVU ist unbedingt die VDE 0100 zu beachten.

Wärmepumpen mit einer Anschlussleistung (Nennleistung) von mehr als 1,4 kW benötigen einen Drehstromanschluss. Das Gerät ist fest anzuschließen. Es ist ein eigener Zähler für die Wärmepumpe erforderlich. Die Anzahl der Schaltungen ist auf höchstens dreimal pro Stunde zu begrenzen (Forderung der TAB). Bei der Dimensionierung der Wärmepumpe sind die Sperrzeiten der EVU zu berücksichtigen.