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Bezeichnung Definition
Elektrischer Anschluss

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpenanlage wird in Deutschland nach dem Wärmepumpentarif für die Versorgung von Energie aus dem Niederspannungsnetz abgerechnet. Grundlage ist die Bundestarifordnung (BTOElt). Der elektrische Anschluss muss beim zuständigen EVU angemeldet werden. Anschlussarbeiten dürfen nur von einem zugelassenen Fachmann durchgeführt werden. Neben den Vorschriften des zuständigen EVU ist unbedingt die VDE 0100 zu beachten.

Wärmepumpen mit einer Anschlussleistung (Nennleistung) von mehr als 1,4 kW benötigen einen Drehstromanschluss. Das Gerät ist fest anzuschließen. Es ist ein eigener Zähler für die Wärmepumpe erforderlich. Die Anzahl der Schaltungen ist auf höchstens dreimal pro Stunde zu begrenzen (Forderung der TAB). Bei der Dimensionierung der Wärmepumpe sind die Sperrzeiten der EVU zu berücksichtigen.

Elektroheizstab
Der Elektroheizstab befindet sich im Pufferspeicher. Dieser dient beim monoenergetischen Betrieb zur Unterstützung der Wärmepumpe an den wenigen sehr kalten Tagen des Jahres. Die Wärmepumpenregelung sorgt dafür, dass der Elektroheizstab nicht länger als erforderlich in Betrieb ist. Bei der Brauchwarmwasserbereitung dient der Elektro-Heizstab zur nachträglichen Erwärmung, damit aus Gründen der Hygiene in bestimmten Zeitabständen das Wasser auf über 60 °C aufgeheizt werden kann.
Energie-Einsparverordnung EnEV
Seit dem 1. Februar 2002 ist die Energie-Einsparverordnung (EnEV) – Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden – in Kraft. Neben grundsätzlichen Anforderungen an neu zu errichtende Gebäude, werden auch Fristen für den Austausch veralteter Heiztechnik festgelegt. „Eigentümer von Heizkesseln in Mietobjekten, die nicht selbst genutzt werden, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1.10.1978 eingebaut wurden, sind bis zum 31.12.2006 außer Betrieb zu nehmen. Wurden diese Kessel zwischenzeitlich nachgerüstet, so dass die zulässigen Abgasverlustgrenzwerte nach der 1. novellierte BundesImissionsschutz-Verordnung (1.BImSchV) eingehalten werden bzw. wurde der Brenner nach dem 1.11.1996 erneuert, so verlängert sich diese Austauschfrist um 2 Jahre bis zum 31.12.2008.
Entleereinrichtung
Zum Befüllen und Entleeren von Erdwärmeanlagen mit bzw. von Sole sind an geeigneter Stelle entsprechende Füll- und Entleereinrichtungen vorzusehen.
Entleerungshahn
Anschlussmöglichkeit zum Entleeren bzw. Befüllen der Anlage.
Entlüftungsventil
Dieses entlüftet z. B. bei geschlossenem Wasserkreislauf während des Befüllens der Anlage. Damit Unterdruckschäden vermieden werden, sollte das Entlüftungsventil während des Entleervorganges der Anlage grundsätzlich geöffnet sein.
Entspannungsventil
Siehe Expansionsventil
Erdwärmekollektor
Erdreich ist eine gute Wärmequelle und wird in der Regel monovalent betrieben. Je nach Bodenqualität werden Kunststoffrohre (sog. Rohrschlangen) etwa 20 cm unterhalb der örtlichen Frostgrenze verlegt. Dies entspricht einer Bodentiefe von ca. 1,2 bis 1,4 m. Länge und Verlegeabstand der Rohre sind von der Bodenqualität und der benötigten Wärmeentzugsleistung abhängig. In den Rohren fließt frostgeschütztes Wasser (Sole), das als Wärmeträgermedium dient. Es wird etwa das 1- bis 2,5-fache der zu beheizenden Gebäudefläche als Fläche für die horizontalen Erdwärmekollektoren benötigt.
Erdwärmesonden
Bei kleinen Grundstücksflächen bzw. nachträglicher Nutzung des Erdreiches, z. B. Heizungsmodernisierung, werden bevorzugt Erdwärmesonden eingesetzt. In ein Bohrloch werden meist zwei Doppel-U-Rohrschleifen aus Kunststoff eingelassen. Der Hohlraum wird anschließend wieder, z. B. mit Bentonit, verfüllt. Pro Meter Bohrlochtiefe erhält man in der Regel die vierfache Länge an Sondenrohr. Der spezifische Wärmestrom von Erdwärmesonden beträgt im Schnitt 60 W/m, je nach Feuchtegehalt des Bodens. Übliche Sondenlängen bewegen sich zwischen 40 und 100 Metern.
EVU-Sperrzeiten
Siehe Sperrzeiten
Expansionsventil
Bauteil der Wärmepumpe zwischen Verflüssiger und Verdampfer zur Absenkung des Verflüssigungsdruckes auf den der Verdampfungstemperatur entsprechenden Verdampfungsdruck. Zusätzlich regelt das Expansionsventil die Einspritzmenge des Kältemittels in Abhängigkeit von der Verdampferbelastung.